Phil Harvey gewinnt in Oschersleben zweimal

Phil Harvey war der große Sieger unseres Rennwochenendes in der Motorsport Arena in Oschersleben. In zwei spannenden Rennen fuhr der Mini-Pilot als Erster über die Ziellinie.Damit gewann der Brite auch einen interessanten Ost-West-Vergleich. Denn beim Rennwochenende in Oschersleben tritt der Kampf der Zwerge traditionell zusammen mit der Tourenwagen-Gruppe „Historische Automobilrennsport Interessen-Gemeinschaft Ostdeutschland“ (HAIGO) auf der Strecke an. In der HAIGO fahren Rennfahrzeugen, wie sie bis zur Überwindung der europäischen Teilung 1990 im „Pokal für Frieden und Freundschaft“ der ehemaligen sozialistischen Staaten eingesetzt wurden.

Phil Harvey auf dem Weg zum Sieg im zweiten Rennen.
Phil Harvey auf dem Weg zum Sieg im zweiten Rennen. (Foto: Karla Schwede)

Beide Rennserien eint der maximale Hubraum von 1,3 Litern. Zur HAIGO gehören vor allem Tourenwagen wie der Lada 2105 oder der Zastava 101, die als Lizenzbauten von FIAT Modellen abstammen. Dazu kommen die hinter dem Eisernen Vorhang entwickelten Skoda 130 und Lada Samara.

Schon im Training zeigte sich, wie gut das gemeinsame Feld zusammenpasst. Denn das Trainingsergebnis war bunt durchmischt. Vorne, wie schon in Hockenheim, Christoph Wilde im Simca Rallye 2. Doch auf dem fünften Startplatz stand mit Dieter Hoffmann im Lada Samara schon der schnellste Teilnehmer der HAIGO.

Top 5 des Trainings

  1. Christoph Wilde, Simca Rallye 2 – 1:49.786
  2. Phil Harvey, Mini – 1:51.170
  3. Andreas Telker, NSU TT – 1:51.481
  4. Rudi Munten, Mini – 1:51.519
  5. Dieter Hoffmann, Lada Samara – 1:51.760
  6. Herbert Wein Senior, Mini – 1:52.317

Mini-Erfolg im ersten Lauf

Anders als in Hockenheim konnte Simca-Pilot Wilde diesmal seinen besten Startplatz nicht in einen Rennerfolg ummünzen. Denn am Start beschleunigte Phil Harvey den Simca-Piloten aus und übernahm im Mini die Spitze. In den folgenden Runden Wilde mehrfach, seinen französischen Rennwagen an die Spitze zu bringen. Doch Harvey behielt die Schnauze seines Minis vorne. Gegen Mitte des Rennens endete einer der Überholversuche dann für Wilde im Kiesbett. Damit wurde das Rennen endgültig zur Beute von Phil Harvey, der schließlich nach 16 Runden als Erster ins Ziel fuhr.

  1. Phil Harvey, Mini, 16 Runden – 30:00.951
  2. Rudi Munten, Mini
  3. Herbert Wein Senior, Mini
  4. Stephan Keiselt, Mini
  5. Dirk Förster, Lada Samara

Phil Harvey rundete seinen Erfolg mit der schnellsten Rennrunde ab. Der Brite fuhr im Rennen eine Zeit von 1:49.853 Minuten und unterbot damit seine Trainingszeit deutlich.

Auch das das zweiten Rennen gewinnt Phil Harvey

Auch im zweiten Rennen übernahm Phil Harvey erneut sofort die Spitze. Doch diesmal folgte ihm Rudi Munten in einem weiteren Mini wie ein Schatten. Im Doppelpack setzte sich das Mini-Duo kontinuierlich vom Rest des Feldes ab. Es war lange nicht vorhersehbar, wer das Rennen schließlich für sich entscheiden wird.

Nach einer halben Stunde Fahrzeit fuhr schließlich Phil Harvey erneut als Erster ins Ziel. Direkt dahinter Rudi Munten. Der Niederländer zeigte mit der schnellsten Rennrunde, eindrucksvoll sein Potenzial. Doch zum Sieg reichte es noch nicht.  Dritter wurde Herbert Wein Junior. Der Mini-Pilot kam dabei mit einem ganzen Rudel von HAIGO-Fahrzeugen, das geschlossen auf den Plätzen vier bis sieben fuhr, im Heck ins Ziel.

  1. Phil Harvey, Mini, 16 Runden – 30:00.951
  2. Rudi Munten, Mini
  3. Herbert Wein Junior, Mini
  4. Dieter Hoffmann, Lada Samara
  5. Uwe Hahn, Zastava 101

Die schnellste Rennrunde sicherte sich im zweiten Rennen in Oschersleben Rudi Munten mit einer Zeit von 1:50.781 Minuten.

Das nächste Rennen

Die nächste Gelegenheit, den Kampf der Zwerge auf der Strecke zu sehen, gibt es vom 17. bis 19. Juni bei der Historic Trophy Nürburgring am Nürburgring.

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